Komodo

Land

Einer der Gründe, warum wir Komodo besuchen wollten, war der Wunsch die größten rezent lebenden Eidechsen der Erde, die Komodowarane, zu sehen. Diese Echsen leben wild nur noch auf Komodo und einigen umgebenden Inseln. Da sie aufgrund ihrer Größe und der nicht zu vernachlässigenden potentiellen Gefahr für den Menschen (Die Jagd auf große Säugetiere wird durch ein in spezia­li­sierten Drüsen im Unterkiefer produ­ziertes Gift unterstützt, welches unter anderem die Blutgerinnung verringert und einen Schock verursacht) stark dezimiert wurden, stehen sie hier unter Naturschutz. Auf anderen Inseln wurden sie im Lauf der Zeit gänzlich ausgerottet und auch hier sind sie in ihrem Bestand stark gefährdet.

Ein Highlight war daher der Besuch im Schutzgebiet für die Komodo-Warane (die größten Echsen der Erde). Dort besteht die Möglichkeit in Begleitung eines einheimischen Guides diesen Tieren sehr nah zu kommen. Angeblich werden diese Tiere nicht gefüttert. Erstaunlich war jedoch, dass sich viele der erwachsenen Tiere im Bereich der Küche aufhielten. Auf einer der kleinen Inseln haben wir die Tiere vom Schlauchboot beobachtet und stellten sehr schnell fest, dass die Tiere sehr neugierig und schnell sind. Immer wieder wird davor gewarnt die kleinen zum Teil unbewohnten Inseln zu betreten, da diese Tiere durchaus gefährlich sind.

Bei einem Ausflug auf eine der Inseln konnten wir Fußspuren der Warane und Skelettreste von Tieren, die Beute wurden, entdecken. Zusammengefasst also ein kleines Abenteuer. Andere Tiere, die man gut beobachten kann, sind neben zahlreichen Vögeln auch Mähnenhirsche und die typischen Wasserbüffel. Beides Beutetiere der adulten Warane. Letztere führen, da sie Nutztiere sind, zu Konflikten mit der einheimischen Bevölkerung, da es eine Gradwanderung zwischen Natur­schutz und den Bedürfnissen der Bevölkerung ist, die Warane zu schützen. Bemerkenswert ist auch das für Indonesien untypische trockene lokale Klima.

Die Trockenzeit herrscht von April bis Dezember mit den kühlsten Monaten Juli und August bei Temperaturen um 30°C. Regenzeit ist von Januar bis März, jedoch fällt in Komodo nicht besonders viel Regen und ist darum relativ trocken. Durch dieses Klima wirken die Inseln zum Teil kahl und ausgetrocknet, während in anderen Teilen Indonesiens grün die vorherrschende Farbe ist. Trotzdem hat auch diese Inselwelt ihre Reize, besonders der Besuch in einem Dorf der Ein­hei­mi­schen auf Rinca mit seinen typisch indonesisch freundlichen Menschen und der lokalen Kunst war sicher ein Höhe­punkt dieser Reise.

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bestätigen